Rekordbox-Stick
vorbereiten.
07.11.2026 · Lesezeit ~5 Min. · von Pasquale
Damit dein Rekordbox-Stick am CDJ-3000X sofort läuft, formatierst du ihn als FAT32 oder exFAT, analysierst alle Tracks in Rekordbox, prüfst die Beatgrids, setzt Hot Cues und Memory Cues und exportierst deine Playlists im Export-Modus auf den Stick. Danach wirfst du den Stick sauber aus, prüfst am Rechner, ob alles drauf ist, und nimmst einen zweiten Stick mit derselben Library als Backup mit. In der DJ-Booth von BPM-Studios in Osnabrück steckst du den Stick dann nur noch ein: zwei CDJ-3000X, ein DJM-A9 und ein RMX-1000 sind verkabelt und spielbereit.
Zwei gleiche Sticks, gut formatiert
- Markenstick mit USB 3 und 32 bis 128 Gigabyte. 64 Gigabyte fassen Tausende MP3s oder rund 1.500 WAV-Dateien.
- Dateisystem: Der CDJ-3000X liest FAT32, exFAT und HFS+, NTFS nicht. exFAT ist die sichere Wahl, wenn du zwischen Mac und Windows wechselst. Am Mac formatierst du im Festplattendienstprogramm, unter Windows mit Rechtsklick auf den Stick und „Formatieren“.
- Zweiter Stick als Backup mit derselben Library. Sticks gehen kaputt oder bleiben im letzten Club stecken.
- Beschriften: Name und Handynummer auf den Stick, dann kommt er zurück, wenn du ihn vergisst.
Formate und Analyse
Spiel Tracks in guter Qualität: WAV, AIFF, FLAC oder MP3 mit 320 kbit/s. Auf einer großen Anlage hört jede*r im Raum, ob ein Track aus einem schlechten Rip stammt. Bevor du exportierst, analysiert Rekordbox jeden Track. Dabei entstehen Tempo, Beatgrid, Tonart und Wellenform. Ohne Analyse muss der Player beim Laden selbst rechnen, und Beatgrids fehlen.
Prüf die Beatgrids von Tracks mit Tempowechseln, Live-Drums oder langen Intros ohne Kick. Ein falsch gesetzter erster Schlag bringt Sync und Quantize durcheinander. Lass dir die Tonart in der Schreibweise anzeigen, die du gewohnt bist, zum Beispiel Camelot.
Hot Cues und Memory Cues
Memory Cues markieren die Stellen, an denen du ein- und aussteigst: Intro, erster Drop, Breakdown, Outro. Hot Cues legst du auf Stellen, die du live anspringen willst. Nutz Farben immer gleich, zum Beispiel Grün für Einstiege und Rot für Drops. Dann erkennst du im Club mit einem Blick, wo du bist. Cues und Beatgrids landen beim Export mit auf dem Stick.
Ordnung, die du unter Druck findest
Sortier deine Playlists so, wie du im Set denkst. Bau sie nach Energie, etwa Warm-up, Aufbau, Peak und Closing, dazu eine Playlist mit neuen Tracks und eine mit Sicherheits-Tracks für schwierige Momente. Vor einer Aufnahme lohnt eine eigene Playlist mit den Tracks, die ins Set sollen, in grober Reihenfolge.
Richtig exportieren
- In Rekordbox oben links in den Export-Modus wechseln.
- Den Stick einstecken. Er erscheint links unter den Geräten.
- Die Playlists auf den Stick ziehen und warten, bis der Export fertig ist. Bei großen Libraries dauert das ein paar Minuten.
- Den Stick in Rekordbox auswerfen, dann erst abziehen.
- Kurz prüfen: Auf dem Stick liegen die Ordner „PIONEER“ und „Contents“. Fehlen sie, hat der Export nicht geklappt.
Wichtig: Kopier Tracks nie von Hand in den Ordner „Contents“. Der Player findet sie dann nicht, oder sie laufen ohne Beatgrid und Cues. Neue Tracks bringst du nur über Rekordbox auf den Stick.
Was in die Tasche gehört
- Beide Sticks, frisch exportiert.
- Dein Kopfhörer und ein Adapter zwischen kleiner und großer Klinke.
- Für eine Aufnahme: ein Stick oder eine Festplatte mit Platz für die Audiodatei. Bei BPM-Studios geht das Signal vom DJM-A9 über einen Howler MK2 direkt in die Aufnahme, die nimmst du nach der Session mit.
- Wasser. Softdrinks und Wasser stehen bei uns im Studio bereit.
Üben ohne Aufnahme kostet im DJ Practice Slot werktags 45 Euro für zwei Stunden zwischen 9 und 15 Uhr und 59 Euro zwischen 15 und 19 Uhr. Abends und am Wochenende buchst du die Stundenmiete ab 60 Euro, mit Aufnahme vom Mixer.
Kurz beantwortet
Kann ich am CDJ-3000X auch ohne Rekordbox-Export spielen? Ja, über die Ordneransicht des Players. Dann fehlen aber Playlists, Cues und vorbereitete Beatgrids, und der Player muss jeden Track beim Laden selbst analysieren.
Warum erkennt der Player meinen Stick nicht? Meist ist der Stick mit NTFS formatiert oder defekt. Formatier ihn als exFAT oder FAT32, exportier die Playlists neu und probier es noch einmal. Deshalb gehört immer ein zweiter Stick in die Tasche.
Brauche ich in der Booth einen Laptop? Nein. Bei BPM-Studios läuft alles vom Stick, und die Aufnahme geht direkt vom DJM-A9 über einen Howler MK2. Einen Laptop brauchst du nur, wenn du mit Rekordbox im Performance-Modus spielen willst.
Wann muss ich neu exportieren? Nach jeder Änderung in Rekordbox. Neue Tracks, geänderte Cues oder korrigierte Beatgrids kommen erst mit dem nächsten Export auf den Stick.
Direkt ausprobieren?
Stick fertig? In der DJ-Booth im Lauter Speicher am Hafen Osnabrück spielst du auf zwei CDJ-3000X und einem DJM-A9, auch abends und am Wochenende.